Joshua Dean


Part 7 – Kontrollverlust

 

Während der nächsten Tage war Adrian wie ferngelenkt. Er war nicht fähig, viel zu tun; er hatte Schwierigkeiten, einzuschlafen, und wenn er dann endlich in einen unruhigen Schlaf gefallen war, dann stand er nicht vor dem Mittag wieder auf. Oft saß er auf dem Sofa und starrte in die Luft. Eine seltsame Panik hatte von ihm Besitz ergriffen. Sie lähmte seine Gedanken und seine Aktionen gleichermaßen. Adrian konnte Tage damit verbringen, auf dem Sofa zu sitzen, und nur ins Bad zu gehen. Danach wieder zurück zum Sofa. Er sah nicht fern. Er rief niemanden an. Er aß nicht viel. Eigentlich tat er – gar nichts.

Nach fast einer Woche fiel Adrian auf, dass er nicht sein gesamtes Leben so verbringen wollte. Er zwang sich dazu, vom Sofa auszustehen, schlurfte hinüber zum Schreibtisch und schaltete den Computer ein. Ziellos surfte er durch diverse Internetseiten, ohne wirklich zu wissen, wonach er suchen sollte. Er fand Seiten über Horoskope (wobei sein eigenes ihm Grausiges versprach), und Online-Singlebörsen für alle möglichen Leute. Er hatte gerade damit angefangen, die Stellenanzeigen für seine Region zu durchsuchen (wobei ihm einfiel, dass es vielleicht gar nicht dumm wäre, von hier fortzugehen), als es an der Tür klingelte.

Scheiß drauf.

Adrian sah für einen kurzen Moment von seiner motivationslosen Arbeit auf und lenkte seinen Blick gleich wieder auf den Computerbildschirm. Es klingelte erneut. Jemand klopfte an die Tür; es war ein Klopfzeichen, das Adrian kannte.

„Ich bin nicht da, lass mich in Ruhe!“, rief er. Eine tiefere, männliche Stimme hinter der Tür antwortete:

„Red keinen Scheiß und mach die verdammte Tür auf, Taylor!“

Sehr zu seiner Überraschung lächelte Adrian plötzlich. Er stand auf, ging langsam zur Tür und öffnete sie. Sein Besucher wartete geduldig.

„Dan... hi. Was machst du denn hier?“

„Ich wollte mal nach meinem besten Kumpel gucken... und offenbar war das keine schlechte Idee“, kommentierte Dylan Jones das Chaos in Adrians normalerweise recht ordentlichen Wohnung.

„Oha, Dare, was´n mit dir los? Warum warst du denn nicht bei der Probe? Wir haben Donnerstag den Auftritt, erinnerst du dich?“

Adrian ließ den Kopf leicht sinken und seufzte. „Sorry. Ich hab die Probe total vergessen. Ich hatte, erm... zu tun.“

„Zu tun“, wiederholte Dylan gedehnt und setzte sich aufs Sofa. Er ließ seinen Blick umher schweifen.

„Das kann ich sehen. Wo warst du denn Freitag Abend? Ich wollte dich abholen, aber du bist die ganze Nacht nicht wiedergekommen.“

„Spionierst du mir jetzt nach?“, fragte Adrian. Dylan sah ihn nur an; das reichte, damit Adrian den Blick senkte.

„Es tut mir leid. Ich fühle mich nicht so gut im Moment. Ich war auf einer Party. Und ich kam Samstag Abend erst zurück. Es tut mir wirklich leid, ich habe die Probe einfach vergessen.“

Dylan hob die Augenbrauen.

„Was ist denn mit dir, Adrian? Du hast noch nie eine Probe vergessen. Ist es wegen deiner Arbeit? Oder...“ Dylans Ausdruck leuchtete auf. „Hey, du hast jemanden kennen gelernt! Deswegen warst du auch auf dieser Party, stimmt´s?“

Adrian spürte, wie sich sein Gesicht erhitzte. „Ja, erm... so in der Art.“

„Na komm schon, erzähl mir alles! Wie ist sie so? Wo hast du sie getroffen? Sieht sie gut aus? Ah, bestimmt ist sie heiß... jetzt sag schon!“

Adrian kratzte sich am Hinterkopf und murmelte: „Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ich meine... ich warte lieber, bis sich die Dinge irgendwie... sortiert haben, bis das alles etwas klarer ist, da geht grad gar nichts, weißt du.“

Er wagte nicht, Dylan anzusehen, aber er wusste genau, dass das Lächeln seines Freundes verblasste.

„Oh“, sagte der, „schon wieder.“ Dann, nach einer Pause: „Adrian, lass mich dir bitte etwas sagen.“

„Was denn?“

Dylan seufzte leicht und legte einen Arm um die Schultern seines Freundes. „Du bist einfach zu vorsichtig. Nicht alle Mädchen sind wie Shirley. Du warst zu gut für sie, und sie war, naja... einfach nicht die Richtige.“

Adrian sah Dylan mit gerunzelter Stirn an. „Was meinst du damit?“

„Es ist lange her. Du solltest vergessen, was damals war, und neu anfangen. Ich weiß, dass du dich dann besser fühlen wirst.“

Adrian bemerkte gar nicht, wie seltsam diese ernsten Worte aus Dylans Mund klangen. Er nickte abwesend und starrte auf den Boden.

Als ob das so einfach wäre, mein törichter Freund...

 

„Langsam, Pat. Was machst du denn da? Die sind zuviel für dich.“

Patrick verzog das Gesicht, aber er hob die Gewichte an. Er ließ sie sinken, hob sie erneut, machte das ein paar Mal und setzte sie dann ab. Sein Gesicht war von der Anstrengung hochrot geworden.

„Zuviel, eh? Die sind genau richtig. Wo zur Hölle steckt er nur?“

„Wer?“

Patrick sah sich im Fitnessstudio um. Weil es noch früh am Morgen war, gab es nicht allzu viele Menschen, die gerade hier trainierten. Johnny ließ seine eigenen Gewichte zu Boden und starrte Patrick ungläubig an.

„Oh nein... du meinst nicht Jules, oder?“

„Es ist Mittwoch. Er trainiert jeden Montag und jeden Mittwoch, vor seinen Seminaren.“

„Hast du mich deswegen breitgeschlagen, heute mit dir herzukommen? Pat, du bist krank.“

Johnny setzte sich neben seinen Freund und sah ihn von der Seite an. Patrick guckte nicht zurück; seine Augen suchten noch immer das Studio ab.

„Hör zu, du solltest ihn wirklich vergessen. Du...“

„Was weißt du schon davon?“, zischte Patrick. Er senkte seine Stimme und fügte hinzu: „Du verstehst das einfach nicht, okay? Und es geht dich auch nichts an.“

Johnnys Augen verengten sich.

„Es geht mich was an, seitdem er dich verlassen hat, und du bei mir in der Hütte auf dem Boden gelegen hast, wo du geheult hast und dir was antun wolltest!“

Patrick sah wieder auf den Boden zwischen seine Füße. „Ich weiß. Aber das ist jetzt anders. Ich kontrolliere die Situation.“

„Ach, tust du das?“

Patrick nickte heftig. „Ja, das tue ich, und ich möchte das nicht weiter diskutieren.“ Er stand auf und hob die Gewichte wieder an. Johnny tat es ihm gleich.

„Das solltest du aber. Was ist mit Adrian?“

Patrick sah seinen Freund an und wirkte verwirrt. „Was?“

„Du hast gehört was ich gesagt habe. Was ist jetzt mit Adrian?“

„Was soll mit ihm sein? Was hat der denn damit zu tun?“

„Eine ganze Menge. Tu nicht so... du magst ihn.“

„Natürlich mag ich ihn. Er ist nett.“

Ein Lächeln huschte über Johnnys Gesicht. „Er ist ein bisschen mehr als nett. Immerhin hattest du ihn.“

„Hatte ich nicht.“

„Jessica hat mir erzählt, dass ihr in einem Bett gepennt habt, nach der Party.“

Patrick hob die Gewichte ein paar Mal. Seine Wut half ihm dabei. Dann nahm er seine Wasserflasche und trank. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn und sagte: „Das ist richtig, wir haben in einem Bett geschlafen. Aber da ist nichts gelaufen.“

„Du hast ihn nicht gefickt?“ Johnnys Augen weiteten sich ungläubig. „Ausgerechnet du lässt diese Chance sausen? Ein williger, junger Kerl in deinem Bett, und du legst ihn nicht flach? Mensch, selbst ich würde ihn ficken, wenn ich schwul wäre!“ Er schüttelte den Kopf. „Du musst irgendwie verrückt geworden sein, Mister. Ehrlich. Ich mache mir jetzt wirklich Sorgen um dich.“

Endlich lachte Patrick laut auf und schubste Johnny leicht. „Du bist bekloppt. Ich wollte einfach nicht, okay? Ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass es richtig sei.“ Er zuckte mit den Schultern. „Außerdem kann ich ficken, wo immer ich will, wann immer ich will, und wen immer ich will. Vielen Dank, mein Lieber, aber du musst dir wirklich keine Sorgen um mein Sexleben machen. Es sei denn, ich sollte es dir beweisen, das werde ich nämlich nicht tun... ich glaube, du bist einer der ganz wenigen Männer auf diesem Planeten, die ich kategorisch aus meinem Bett hinauswerfen würde!“

„Oh naja, wir haben auch schon gemeinsam in einem Bett gepennt!“, warf Johnny lachend ein. Patrick grinste und schlug Johnny auf den Hintern, ehe sie ihre Sachen nahmen und in den Umkleideraum gingen. Johnny sah den dunklen Ausdruck, der sich trotz des Lachens auf Patricks Gesicht breit machte, aber er sagte nichts mehr.

 

„Okay, das war ziemlich cool, das Ganze bitte noch einmal. Bonny, ein bisschen leiser, und Adrian, gib bitte weniger Power... wir brauchen einen sanfteren Sound, etwas... Ätherisches, etwas Surreales, als ob du...“

„Ich verstehe schon. Wie in einem Traum.“

Dylan lächelte. „Genau so.“

„Ich glaube aber nicht, dass ich das noch viel besser kann. Ich meine, ich gebe schon so wenig Power rein wie es geht, und wenn ich das noch weiter runterfahre, verblasse ich. Die Gesangsspur verliert dann zu sehr an Bedeutung, und das ist es ja auch nicht. Lass uns etwas anderes versuchen, vielleicht können wir ein Echo aufs Mikro legen oder so. Ich denke, dass das dem Sound, den du haben willst, am Nächsten kommt.“

Dylan grinste. „Brillant wie immer, Adrian. So will ich dich haben. Wir versuchen es so. Immer dran denken, Leute, das wird das erste Mal, dass wir einen eigenen Song spielen, und ich will, dass es perfekt wird!“

Dylan startete den Synthesizer mit dem Sound, den die Band vor einigen Tagen vorbereitet hatte. Dann nahm er seine Gitarre auf, und Bonny kam mit ihrem Bass dazu. Fred war an den Tasten, und dann begann Adrian, zu singen.

„I wait for this train

In the rainswept afternoon

There´s no sunlight in those faces

Of the faithless who are waiting.“

„Ja!“ Dylan triumphierte, sobald die letzten Töne des Songs verklungen waren. Er grinste breit. „Das ist es! Genau so... nicht mehr anders. Noch einmal, alle zurück auf Position. Lasst uns unserer erste Live-Aufnahme machen!“

Das Lächeln auf Adrians Lippen war nicht echt.

 

In dieser Nacht lag er auf seinem Bett und starrte an die Decke, ohne irgendetwas zu sehen. Das Haus war ruhig, so auch die Straße, aber da war ein donnernder Sturm in Adrian, den er nicht beruhigen konnte. Falls, wenn, warum, was... Fragen über Fragen, jede ohne Antwort, und je mehr Fragen er zu beantworten versuchte, desto mehr formten sich in seinem Kopf, und es machte ihn fast wahnsinnig.

Ohne sich viel zu bewegen, streckte Adrian den Arm aus und fühlte nach seinem Handy. Er wusste nicht, warum er tun wollte was er vorhatte, aber da er ohnehin die Kontrolle verloren hatte, dachte er, dass das jetzt auch nichts mehr ausmachte.

Bist du noch wach? Kann ich dich anrufen? A.

Er sendete die Kurznachricht und legte das Telefon neben sich auf die Decke. Nicht einmal eine Minute verstrich, bis das Telefon vibrierte – Adrian hasste Klingeltöne. Da war also eine Antwort. Wenigstens das, was auch immer in der Nachricht stehen würde. Adrian nahm das Telefon und las die Antwort, die aus einem einzigen Wort bestand.

ja

Sofort begann Adrian zu zittern. Er wählte Patricks Nummer und wartete darauf, dass der andere abnahm. Es klingelte zwei Mal, dann sagte eine schläfrige Stimme: „Hi.“

Verrückt, dachte Adrian, ich kenne den Kerl seit Wochen, und ich weiß immer noch nicht, was ich sagen soll.

Er räusperte sich und sagte: „Hi. Ich konnte nicht schlafen. Wie geht es dir?“

„Ich kann auch nicht schlafen“, antwortete Patrick. Adrian hörte, wie er sich eine Zigarette anzündete. „Und bei dir? Alles okay?“

„Sicher“, sagte Adrian, „alles prima. Ich... ich... wir hatten heute eine Probe.“

Hör auf, so einen Blödsinn zu reden!

„Cool“, sagte Patrick, doch seine Stimme variierte nicht. Er klang erschöpft. „Ich habe heute mit Dennis´ Eltern geredet. Sie sind gerade aus dem Urlaub zurück gekommen.“

„Oh mein Gott“, flüsterte Adrian heiser. „Haben sie... musstest du ihnen sagen, was passiert ist?“

„Nein, um Himmels Willen, das war der Job der Polizei. Aber sie kamen zu mir nach Hause, um zu sehen wo er... naja, wo er halt starb. Und sie wollten alles wissen, Einzelheiten und so, was ich ihnen natürlich nicht sagen konnte, da ich mit dir im Bett gewesen bin, als das passiert ist.“

Die Pause war kürzer als eine Sekunde, ehe Patrick hastig ergänzte: „Ich meine, wir haben geschlafen, und...“

„Ich weiß“, unterbrach Adrian. Er lächelte sogar ein wenig. „Ich war auch in diesem Bett.“

Patrick schnaubte leise, aber es klang freundlich. „Ja. Sicher. Ich erinnere mich.“

Adrian lächelte noch immer. Patrick nahe zu sein, seinen Atem zu hören und seine Wärme zu atmen, hatte sich so gut angefühlt in dieser Nacht. Er schloss seine Augen für einen Moment und fragte dann:

„Wann wird er beerdigt?“

„In ein paar Tagen, keine Ahnung. Die Eltern wollen alles regeln. Soll ich dir Bescheid sagen?“

Adrian nickte und sah aus dem Fenster in die Dunkelheit. „Ja, das wäre gut.“ Er beobachtete, wie der Wind den Baum vor seinem Fenster leicht schwingen ließ, und fragte: „Wie kommst du jetzt damit klar?“

Patrick zögerte. „Es ist nicht das Ende der Welt, das würde ich gar nicht sagen. Er war jemand, den ich kannte, ja, und es ist... traurig, und blöd, und ich fühle mich nicht gut. Aber letztendlich war es seine eigene Schuld. Und wir haben ihm alle irgendwann mal gesagt, dass er mit der Scheiße aufhören soll. Er wollte nichts davon wissen. Du hattest recht. Ich war es nicht, der ihn in den Tod gestoßen hat.“ Nach einer kurzen Pause fügte er leiser hinzu: „Ich werde aber trotzdem  umziehen.“

Adrian nickte. „Ja“, sagte er langsam, „ich kann mir vorstellen, dass sich das... komisch anfühlt.“

„Das tut es“, bestätigte Patrick. „Ich kann nicht in die Wohnung zurück. Ich meine, ich kann nicht in dieses Badezimmer gehen, ohne daran zu denken, und ich kann auch nicht für immer in leere Colaflaschen pinkeln.“

Sie lachten nicht. Es war nicht lustig.

„Wo bist du denn im Moment?“, fragte Adrian. Ihm schwante Übles. Gerade in diesem Moment hörte er eine männliche Stimme im Hintergrund.

„Bei Johnny“, antwortete Patrick, und Adrian ließ langsam die Luft raus, von der er gar nicht gewusst hatte, dass er sie anhielt.

„Ich schlafe auf seinem Sofa. Nicht dass ich das nicht gewöhnt wäre.“ Diesmal lachte Patrick, aber es war wenig Humor in diesem Lachen. Adrian setzte sich auf.

„Was meinst du?“

„Habe ich dir das nicht erzählt?“, fragte Patrick. Er klang überrascht. Er zögerte. „Ich... naja, ich schlafe immer auf dem Sofa. Auch zuhause... naja, der Ort, der mein Zuhause war.“

„Warum das?“

Die Pause war diesmal noch länger. Adrian wartete gespannt. „Weil ich mein Schlafzimmer nicht mehr ertragen kann“, sagte Patrick endlich. Seine Stimme war leise, zerbrechlich, sehr ruhig. „Es erinnert mich zu sehr an die Person, mit der ich es einst geteilt habe.“

Adrian hörte jemanden etwas sagen, auf das Patrick „gute Nacht“ antwortete.

„Das war Johnny. Er geht jetzt schlafen.“

„Und du?“

„Noch nicht müde.“

Adrian war froh, dass sie das Thema gewechselt hatten. Er war nicht sicher, ob er wissen wollte, wer die Person war, über die Patrick gesprochen hatte, aber insgeheim glaubte er, es ohnehin schon zu wissen. Er wollte nur nicht diesen Namen von Patricks Lippen hören. Und er begann ihn zu hassen, diesen kleinen, atemberaubenden Mann mit seinen eismeerblauen Augen und diesen sündigen Lippen, die nur zum hemmungslosen Küssen geschaffen worden waren. Er räusperte sich. Er wollte Patrick haben, aber irgendwie wusste er, dass er behutsam vorgehen musste.

Er wollte nicht, dass es ein weiteres Zimmer geben würde, das Pat nicht betreten könnte.

„Tust du mir einen Gefallen?“, fragte Adrian.

„Jeden.“

Adrian bebte erneut, aber seine Stimme blieb stabil.

„Nun ja, meine Band und ich, wir haben nächste Woche einen Auftritt, der ist ziemlich wichtig, weil wir einen eigenen Song spielen werden... und ich würde mich freuen, wenn du mit mir da sein würdest... wenn es geht.“

wie in 'mit ihm zusammen sein wollen'

„Natürlich, klar, ich bin dabei. Brauche ich eine Karte oder so?“

„Ja, es ist eine Art Wettbewerb, und sie verkaufen Tickets, aber das ist kein Problem, ich kann dir eine Freikarte besorgen und so was.“

Adrian hörte das Lächeln in Patricks Stimme als er antwortete.

„Du bist so süß, Adrian, wirklich. Vielen Dank.“

„Es ist doch nur eine Freikarte...“

„Das meine ich nicht. Du hast mich aufgemuntert, dafür danke ich dir. Ich war so niedergeschlagen, das war heute alles so furchtbar, aber du hast mich wieder aufgebaut. Wie du das geschafft hast, weiß ich nicht, aber irgendwie... naja, du bist halt einfach da.“

Adrian errötete ein wenig angesichts der Emotion in Patricks Stimme. Dass der sonst so quirlige Mann auch eine solche Seite an sich hatte, wusste Adrian nicht.

„Ich habe nichts gemacht.“

„Das bist eben du. Einfach du.“

Die beiden Männer telefonierten in dieser Nacht noch mehrere Stunden miteinander. Als Adrian schließlich auflegte, ging bereits die Sonne auf. Er ließ das Telefon neben sein Bett fallen, drehte sich auf die Seite und beobachtete den Baum vor seinem Fenster. Adrian konnte nicht einschlafen, aber diesmal war es eine angenehme Schlaflosigkeit. Er grinste breit und konnte gar nicht aufhören.

Ich habe mich verliebt... ich bin so verliebt in dich, Patrick Casey...

 

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